Auch Schmieröl braucht es
Nachdem im Ende 2014 der gesamte Kessel isoliert und verblecht war, stehen an der C 5/6 vor allem kleinere Teilgebiete an. So befassten wir uns seit Sommer 2015 mit der Schmieranlage der gesamten Lok. Dank grosszügiger Unterstützung und Instruktion der Firma Serto konnten so bereits etwa 200 Meter Kupferleitungen entsprechend gebogen, mit Verschraubungen versehen und montiert werden. Ebenfalls ihren Platz eingenommen haben beide grossen Schmierpumpen, die je auf einer Seite des Kessels auf dem Umlauf sitzen. Ferner fehlten bei zwei Achsen noch die Öleinfüllstutzen der Achslagerkisten. Zwei davon konnten von Lok 2958 übernommen werden, die anderen zwei produzierten wir selbst.

Armaturen, Hebel & Rohre
Der Führerstand nimmt ebenfalls langsam Form an: Die reparierte Feuertüre bestand alle Prüfungen und bereits sind einige Manometer sowie die Umsteuerung und der Regler montiert. Der Armaturenstock nahm im August ebenfalls seinen Platz ein und durchlief die Einstellungsarbeiten. Komplett aus neuen Gussteilen besteht der gut drei Quadratmeter grosse Rost, der ebenfalls definitiv montiert werden konnte. Die Schweissarbeiten an den 28 Überhitzerelementen laufen nach längerer Durststrecke wieder zufriedenstellend, bereits ist gut die Hälfte geschafft.

Nächste Herausforderung: das Triebwerk
Am Fahrgestell passten wir die Lagerschalen für die Schwingen an und montierten danach die Schwingen. Mit einem eigens dafür entwickelten Gerät sollen in den nächsten Tagen die Innenseiten der Zylinder und Schieberkästen gehohnt und poliert werden. Seit dem Winter liefen auch die Arbeiten um sämtliche Aschkastenzüge und Mechanismen zur Abschlammeinrichtung der Zylinder herzustellen und teilweise neu zu entwickeln. Seit Frühsommer 2015 kann diese Episode als abgeschlossen betrachtet werden.

Riccardo Keller

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